Ankunft am Rio Magdalena in El Banco. Hier endet die Straße. Wir müssen mit dem Boot ca. 40 Minuten flußaufwärts fahren, um San Martin de Loba zu erreichen. In El Banco, der Kreisstadt, ist die Verwaltung untergebracht hier haben wir lange mit dem Leiter des Bauamtes gearbeitet, um den neuen Teil des Krankenhauses zu konzipieren.
Das Hospital in San Martin de Loba macht von Außen einen akzeptablen Eindruck. Beim Betreten den Eingangstür zeigt sich der desolate Zustand. Nicht die geringsten hygienischen Standards können eingehalten werden. In den Wänden sitzt der Schimmel. Die Räume sind dunkel und der Zustand entspricht dem Standard unsererer Krankenhäuser vor dem zweiten Weltkrieg.
Hier sieht man die Hinterseite des Hospitals. Das Abwasser fließt über den Boden und versickert in einem Bereich, welcher der Erholung dienen sollte.
In diesen hinteren Bereich, der etwa 15 mal 30 Meter groß ist, entsteht der geplante neue Bau mit Funktionsabteilung und Bettenräumen. In diesen Bereich muß ein Brunnen für sauberes Wasser entstehen. Die neue elektrische Versorgung mit Notstromaggregat ist auch hier angesiedet.
Hier wird der Umbau und der Neubau des Hospitals begonnen. In diesen Bereich liegt insgesamt die neue Technik, die den
regulären Ablauf sichern muß.
Ein alter Tank, der vom Fluß gespeist wird
versorgt das Hospital und die Stadt mit nicht aufbereitetem Wasser. Dies erhöht Infektionen und führt zu schweren Komplikationen. Ein neuer Brunnen ist eine der
wichtigsten Maßnahmen um eine medizinische Versorgung aufbauen zu können.
Dieser Generator hat die Stromversorgung im Hospital
aufrecht erhalten. Die Technik ist
veraltet und der Generator ist verbraucht. Um den Standards zu genügen, muß diese
Technik erneuert werden, eben so müssen sämtliche verrotteten Leitungen
ausgetauscht werden. Nur mit einem intakten Notstromaggregat, das beim Stromausfall
sofort einspringt und die lebenswichtigen Zentren des Krankenhauses versorgt,
kann eine Medizin gewähleistet werden, die nicht nur den Standards in Kolumbien auf dem
Land genügt.
Dieser alte Geländewagen dienst als Ambulanzfahrzeug. Hier kann nur notdürftig eine kleine Trage von hinten hinein gestellt werden.
Während einer Fahrt kann an den Patienten nicht gearbeiten werden. Durch das Fahrwerk können zwar schwierige
Strecken versorgt werden, aber es ist bloß ein reines Transportvehikel. Medizinische
und überwachende Arbeiten sind bei der Enge nicht auszuführen. Stellen Sie sich einen Transport über mehrere
Stunden vor. Es ist unschwer abzusehen, wie hoch die Verluste schon auf dem Transportwege
sind. Hier muß viel verbessert werden. Es muß ein Kompromiß zwischen einem
Fahrzeug, daß in extrem schweren Gelände zuverlässig ist, und einem Fahrzeug, in
dem während der Fahrt Betreuung und medizinische Versorgung sicher gestellt
werden können, gefunden werden.